Baustellenbegleitender Baumschutz

Unter Baumpflege verstehen wir auch den Schutz von Bäumen auf Baustellen.

Nebenstehendes Bild zeigt die Beschädigung von Bäumen bei Bauarbeiten.  Notwendige Baumschutzmaßnahmen wurden hier nicht ergriffen. Bei Fertigstellung der Baumaßnahmen sind solche Schädigungen oft nicht mehr ersichtlich. Der Schaden des Baumes zeigt sich erst später.

In diesem konkreten Fall wäre ein Gehölzwertermittlung anzuraten, um Schadenersatzforderungen durch den Baumeigentümer gegenüber dem Schadensverursacher einfordern zu können.

Die Einbindung eines Baum-Sachverständigen bereits in der Planungsphase unterstützt Bauträger und Bauaufsicht bei der Einhaltung der rechtlichen Vorgabe und relevanten Normen.

Um einen Baum im unmittelbaren Baustellenbereich ausreichend zu schützen müssen folgende Maßnahmen ergriffen werden: Stammschutz , Standraumschutz sowie die Anlage von Wurzelschutzvorhängen.

Eine weiterführende Zusammenfassung des Themas wird von der Aktion „Natur im Garten“ in einem kurzen Film dargestellt.

Baumschutz an Baustellen – YouTube

 

Anfahrschaden mittels Abdeckung versorgen

Durch einen LKW wurde bei der Robinie ein großer Stammbereich verletzt. Abgerissene und abgeplatzte Rindenstücke sind an einem der Stämme in ca 3,5 m Höhe entstanden. An den Wundrändern wurden abgerissene Rindenteile entfernt und größere Abplatzungen mittels Stahlstifte befestigt. Der gesamte Wundgereich wurde mit Wasser feucht eingesprüht und mittels einer lichtundurchlässigen Folie großflächig abgedeckt. Der Baum soll nach Möglichkeit in der Vegetationsphase Flächenkallus bilden um die Wunde vor eindringenden Pilzen und Bakterien zu schützen. Die Folie sollte am Ende der Vegetationsphase entfernt werden.

Am rechten Stammabschnitt kann man eine ältere Verletzung erkennen. Hier hat der Baum bereits begonnen die Schadstelle zu überwallen. Eine Versorgung mittels Flächenabdeckung wäre hier nicht sinnvoll.